Drohende Inflation und rasant steigende Preise – eine Einschätzung

aus WOHNKULTUR 06/2011

Die Tageszeitungen berichten täglich von Milliarden-Rettungspaketen für Griechenland, Finanzkrisen in Portugal und Spanien. Die Angst vor einer Inflation nimmt zu. Die Preise für Wohnungseigentum steigen rasant an, heißt es. Wir möchten wissen wie der Markt sich wirklich darstellt. Antworten suchen wir bei Olivier Peters, Geschäftsführer von Peters & Peters Sotheby´s International Realty.

Wohnkultur: Herr Peters, 2011 ein gutes Jahr, besser als 2010?

Peters: Ein richtig gutes Jahr. Seit Beginn des Jahres steigt die Nachfrage im gehobenen Segment enorm an. Die Anfragen für Besichtigungen kommen kontinuierlich und zahlreich. Selbst schwierige Objekte erfreuen sich bester Nachfrage. Viele Verkäufe schließen sich an.

Wohnkultur: Was sind für Sie schwierige Objekte?

Peters: Schwierige Objekte sind Objekte im hohen Preissegment, die sehr individuell gestaltet wurden, sei es aufgrund der Verwendung besonderer Materialien oder eines speziellen auf die Bedürfnisse seiner Eigentümer angepassten Grundrisses. Hinzu kann kommen, dass sie bereits von anderen Maklern einige Zeit manchmal sogar über Jahre angeboten wurden.

Wohnkultur: Wieso verkaufen denn Sie diese Objekte?

Peters: Eine unserer Stärken ist die internationale Vermarktung sowie die Zusammenarbeit mit dem Auktionshaus Sotheby´s. Durch die internationalen Vermarktungsmöglichkeiten erreichen wir einen ausgesprochen weiten Kreis an potentiellen Kaufinteressenten. Unsere Vermarktungsmöglichkeiten reichen über den europäischen und amerikanischen bis in den asiatischen Raum herein. Über unser Netzwerk haben wir zudem Zugang zu über 50.000 vermögenden Familien weltweit. Diesen einzigartigen Zugang zu sehr vermögenden Kunden, seien es Käufer, Investoren oder Verkäufer, kann in dieser Form nur unser Haus anbieten. Ein letztes Beispiel: Unsere globale Webseite sothebysrealty.com ist die am stärksten frequentierte Webseite für Luxusimmobilien weltweit.

Wohnkultur:Wie muss man sich das konkret vorstellen?

Peters: Aufgrund unserer Internationalität werden ausländische Kunden auf uns aufmerksam. So konnten wir Anfang des Jahres eine bereits seit mehreren Jahren mit anderen Maklern auf dem Wiesbadener Markt befindliche Luxus-Immobilie an einen Kunden aus Dubai verkaufen. In Frankfurt haben wir ein prachtvolles Stadthaus, dessen Vermarktung erst noch beginnen sollte, vor Markteintritt an einen ausländischen Kunden verkaufen können.

Wohnkultur: Nicht alle Immobilien lassen sich über den internationalen Markt verkaufen. Wie verkaufen Sie im nationalen Markt?

Peters: Da haben Sie recht. Für den deutschen Markt im Allgemeinen und den Markt im Rhein-Main Gebiet im Besonderen sind wir gleichfalls ausgezeichnet aufgestellt. Neben unseren Internetportalen können wir die Portale unserer deutschen Partner nutzen, d.h. unsere Immobilienangebote werden auch im übrigen Deutschland präsentiert. Hinzu kommen Kooperationen mit der Financial Times International und dem Wall Street Journal, die vor allem von deutschen Entscheidungsträgern insbesondere am Finanzplatz Frankfurt gelesen werden. Darüber hinaus präsentieren wird die Immobilien aus unserem Angebot auf verschiedenen exklusiven Events, wie zum Beispiel auf dem Poloturnier Berenberg Trophy Frankfurt 2011/12 im August in Bad Homburg oder auf dem German Polo Masters Sylt 2011 auf Sylt, gleichfalls im August. Dazu kommen verschiedene Events im Rahmen von Veranstaltungen des Auktionshauses und unsere hauseigenen Veranstaltungen. Daneben setzen wir auch auf Kooperationen mit lokalen Unternehmen die ebenfalls im Premiumsegment tätig sind und unsere Immobilienangebote ihren Kunden vorstellen.

Wohnkultur: Man hört und liest überall die Preise würden rasant steigen. Was ist dran an der Behauptung?

Peters: Wahr ist, dass die Preise im Neubaubereich enorm angestiegen sind. Bereits Ende des vergangenen Jahres lag der Quadratmeterpreis für Neubau im Frankfurter Westend bei 6.000,- bis 7.000,- Euro. Während die Preise letztes Jahr lediglich gefragt wurden, werden sie dieses Jahr auch bezahlt. Bei Bestandsbauten in guten Lagen waren die Preise auch während der Krise stabil. Hier sehe ich auch weiterhin noch keinen wesentlichen Preisanstieg. Die Nachfrage in diesem Bereich ist jedoch enorm. Dies ist als Vorbote für steigende Preise zu betrachten.

Wohnkultur: Nutzen Käufer bzw. Verkäufer die Marktlage für sich?

Peters: Im Moment in jedem Fall. Viele Eigentümer trugen sich schon länger mit dem Gedanken zu verkaufen und möchten jetzt den Boom nicht verpassen. Genauso die Käufer. Während sie im vergangenen Jahr noch sehr abwartend waren, trauen sie sich dieses Jahr das Geld auszugeben und sind sogar froh, es in Immobilien in guten Lagen investieren zu können, um einem etwaigen Wertverfall des Euro zu entkommen.

Wohnkultur: Aber was machen die Verkäufer mit ihrem Geld? Auch ihr Geld steht auf dem Spiel, wenn denn die Inflation kommt.

Peters: Kauf und Verkauf einer Immobilie sind in aller Regel persönlich motiviert. Der Großteil unserer Kunden sind Privatmenschen. Der Verkauf einer Immobilie bedeutet in aller Regel den Erwerb einer anderen Immobilie in einer anderen Stadt oder einem anderen Land. Auch möchten sich insbesondere ältere Menschen im Hinblick auf ihren Wohnraum verkleinern. Wie gesagt, die Gründe sind individuell und so individuell ist auch unsere Betreuung.

Wohnkultur: Was ist das Besondere an Ihrer Betreuung.

Peters: In unserem Hause finden Sie in meiner Frau und mir immer einen Ansprechpartner. Auch wenn den Verkauf einer unserer Mitarbeiter betreut, stehen wir als Inhaber immer zur Verfügung. Wir stehen mit unserem Namen in der Verantwortung und wollen sicherstellen, dass die Eigentümer sowie die Käufer zu 100 Prozent ihren Ansprüchen gerecht und zuverlässig betreut werden. Wenn wir eine Immobilie besichtigen, machen wir das mit Respekt und Wertschätzung den Eigentümern und ihrem Lebensraum gegenüber und mit der Liebe für Immobilien.

Wohnkultur: Vielen Dank für Ihre Einschätzung.


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